Ein Brief für dich

Ein Brief für dich

Ich habe mir mal überlegt: Wie wäre das denn, wenn Gott mir einen Brief schreiben würde? Wenn ich zum Briefkasten gehen und da nicht nur Rechnungen oder Mahnungen oder Absagen drin sind, sondern wenn in meinem Briefkasten ein Brief von Gott drin wäre. Wie wäre das? Wie würde Gott z. B. so einen Brief beginnen? Ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnert: Früher, wenn man sich geschrieben hat, dann hieß es so: Hallo, wie geht es dir? Mir geht es gut. Das war irgendwie Standard. Da hat man nicht drüber nachgedacht. Das war die Standardeinleitung für einen Brief. Und da dachte ich so: Na, Gott würde es wahrscheinlich ein bisschen anders machen. Hallo finde ich jetzt erstmal gar nicht so schlecht. Aber ich dachte, Gott würde vielleicht eher schreiben: Mein liebes Kind. Oder noch besser: Mein geliebtes Kind. Ja, ich glaube, dass könnte ich mir gut vorstellen. Mein geliebtes Kind…

Und dann würde sich Gott in seiner höflichen Art wahrscheinlich erstmal vorstellen. Vielleicht würde er dann schreiben: Ich bin der Schöpfer des Universums. Oder fangen wir mal kleiner an: Ich bin der Schöpfer der Erde. Ich habe das alle gemacht. Ich habe dich gemacht. Ich habe die ganze Welt gemacht. Ich bin das Alpha und das Omega; der Anfang und das Ende. Ja, dachte ich, dass kann ich mir gut vorstellen.

Eine Nachricht der Zuversicht

Und nach der Einleitung würde Gott mir wahrscheinlich irgendwas Wichtiges mitteilen wollen. Was wäre das?  Und wir haben im Moment das Thema Zuversicht. Seit dem letzten Visionstag geistert das auch so in meinem Kopf rum, Und ich dachte: Zuversicht, das ist doch das, was wir brauchen. Gerade jetzt. Das, könnte ich mir vorstellen, würde Gott in seinen Brief schreiben. Und dann habe ich überlegt: Was gehört für mich denn dazu, zur Zuversicht? Ermutigung! Für mich gehört zum Thema Zuversicht Ermutigung. Mein Mann prägt in letzter Zeit immer so einen Satz: Wir sollen Ermutiger sein. Wir brauchen Ermutiger. Und dann habe ich mir das Wort Ermutiger mal näher angeguckt. Und habe festgestellt: In dem Wort Ermutiger steht das Wort Mut. Und mutig. Das Wort mutig steht da drin. 

Und das wiederum hat mich an einen meiner Lieblingsverse erinnert. Und der steht in Josua 1, Vers 9:

 

„Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst.“

Gucken wir uns mal den Kontext an, also den Zusammenhang, in dem dieser Satz steht, dieser Vers. Das Buch Josua beginnt damit, dass Mose gestorben ist. Also, das Volk Israel ist 40 Jahre durch die Wüste gewandert und hat nichts Anderes gesehen außer Sand und Sonne. Also wenn ich mir das farblich vorstelle, habe ich diese Zeit eher so zweifarbig in Gedanken: braun und blau: Braun für den Sand und blau für den Himmel. Vielleicht noch ein bisschen gelb für die Sonne. Und die sind 40 Jahre durch diese Wüste gewandert. Das ist mehr als eine Generation. Da sind bestimmt auch Kinder geboren worden, also mit Sicherheit. Und die kannten gar nichts anderes. Das ist ein bisschen so wie heute: Die Kinder von heute kennen uns Menschen mit Maske. Und das ist völlig normal. Und ich habe schon ein bisschen Sorge und Angst vor dem Tag, wenn wir mal die Masken absetzen. Die sind dann wahrscheinlich total verwirrt.

Das Volk ist jedenfalls 40 Jahre durch die Wüste gewandert und sie standen kurz davor, ins gelobte Land einzuziehen. Und Mose starb aufgrund eines, nennen wir es mal, menschlichen Missgeschicks. Ihr könnt das gerne mal nachlesen, es ist gar nicht so uninteressant. Mose war auf jeden Fall tot und Gott beruft Josua zu Moses‘ Nachfolger und überträgt ihm diese große Verantwortung, das Volk Israel ins gelobte Land zu führen. Und ich lese euch den Satz noch einmal vor: „Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst.“

Und da ist mir erstmal aufgefallen: Der Satz fängt an mit „Ja, ich sage es noch einmal…“. Also das setzt ja voraus, dass Gott es mindestens schon einmal gesagt hat zum Josua. Und dann habe ich mir die Texte vorher angeguckt und gesehen: Gott sagt das insgesamt dreimal. Er sagt dreimal zum Josua „sei stark, sei mutig“. Vielleicht weil er weiß, dass der Josua nicht so zuversichtlich war, was die Zukunft anging. Und ich glaube, Gott wollte Josua Zuversicht vermitteln. Er wollte ihm sagen: Hab keine Angst. Blick zuversichtlich in die Zukunft. Ich bin an deiner Seite. Es kann dir nichts geschehen. Zuversicht…

Eine Botschaft der Hoffnung

Was gehört noch zur Zuversicht dazu? Also für mich war das auf der einen Seite Ermutigung und auf der anderen Seite habe ich für mich festgestellt, gehört Hoffnung dazu. Hoffnung darauf, dass etwas besser wird. Hoffnung darauf, dass am Ende alle gut wird. Henrik hat in seiner Predigt davon erzählt, dass die Leute darauf warten, dass alles wieder so wird wie vorher. Dass man sein altes Leben zurückbekommt. Aber wie wäre das, wenn es besser wäre als vorher? Wenn das Leben besser wäre als vor Corona? Kein Tod, keine Tränen, kein Schmerz, kein Leid, keine Klage mehr…

Und wenn du jetzt denkst: Oh, das wäre schön. Das klingt aber ein bisschen utopisch. Auch da habe ich einen Bibeltext mitgebracht. Der steht in der Offenbarung, Kapitel 21, Vers 4:

 

„Er wird ihnen alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei.“

Und wenn wir uns jetzt auch hier mal ein bisschen den Zusammenhang angucken: Die Offenbarung wurde vom Johannes geschrieben. Und Johannes war ein Mensch, der von Gott einen Blick in die Zukunft bekommen hat. Und wenn wir den Vers 1 noch mit dazu nehmen aus Offenbarung 21:

 

„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da.“

Das heißt, der Vers 4 bezieht sich auf den Vers 1, auf die neue Erde.

Jetzt gibt es da einen Haken, denn ihr fragt euch bestimmt, wie komme ich da hin? Und die Antwort ist eigentlich ganz einfach:

Durch Jesus. Aber auch nur durch Jesus.

In zwei Wochen feiern wir Ostern. Was feiern wir da? Dass der Hase die Eier versteckt? Wohl kaum. Ostern ist neben Weihnachten das zweitwichtigste Fest der Christenheit. Denn an Ostern erinnern wir uns, dass Jesus am Kreuz gestorben ist; für mich, für meine Sünden. Damit ich erlöst bin. Damit ich auf diese neue Erde kommen kann. Wo es kein Leid mehr gibt, keine Träne, keine Klage, keine Schmerzen. Und wenn wir jetzt auf unseren Brief zurückkommen; ich will gar nicht weiter auf das Thema Ostern eingehen, weil, ich bin mir ziemlich sicher, das wird jemand anderes tun…

Die vollständige Predigt zu diesem Blogpost anschauen

Wenn wir also jetzt noch einmal auf unseren Brief zurückkommen: Also wir haben jetzt die Einleitung, wir haben ein Thema, was Gott uns vielleicht mitteilen möchte, Zuversicht. Und ich glaube, als Kernaussage wird mit Sicherheit Jesus drin vorkommen, um den sich alles dreht. Und dann fehlt jetzt eigentlich nur noch der Schluss. Der das so ein bisschen abrundet vielleicht. Und da musste ich an einen Text aus dem Jakobus denken. Jakobus 1, Vers 12:

 

„Glücklich ist der zu nennen, der die Bewährungsproben besteht und im Glauben festbleibt. Gott wird ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das hat er allen versprochen, die ihn lieben.“ 

Wenn wir uns auch hier jetzt nochmal den Kontext angucken: Jakobus war kein Jünger Jesu, sondern der Halbruder von Jesus. Und auf dasbibelprojekt.de findet ihr ein kleines Filmchen dazu. Und es lohnt sich wirklich, diesen Film mal anzugucken. Der dauert 8 Minuten ungefähr, wenn ihr heute nichts mehr vorhabt. Wenn ihr Lust dazu habt, guckt ihn euch an. Darin wird genau erklärt, worum es in dem Brief von Jakobus geht. Und dieser Vers 12… Also in diesem Video wird erklärt, worum es da geht, und während dessen wird ein Bild gemalt. Sodass du nachher ein großes Plakat hast. Und auf diesem Bild gibt es kleines Kästchen. Und zu diesem Bibelvers 12 steht in dem Kästchen: Gott ist großzügig und schenkt uns durch Jesu Wiedergeburt. Da schließt sich für mich der Kreis. Und jetzt muss ich eigentlich nur noch abwarten und zu meinem Briefkasten gehen um zu gucken, ob da nicht ein Brief von Gott bei ist.

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Wir brauchen gar nicht so lange warten, denn wir haben einen Brief mitgebracht:

Mein geliebtes Kind,

ich sehne mich nach dir. Und als dein Vater schreibe ich dir heute diesen Brief.

Weißt du es denn nicht? Hast du denn nicht gehört? Ich, der Herr, bin ein ewiger Gott, der Schöpfer der ganzen Erde. Ich werde nicht matt oder müde. Mein Verstand ist unergründlich. Jes 40,28 – NLB

Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Offb 22,13 – NLB

Ich sage dir: Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.« Jos 1,9 – NLB

Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt, um mir allein zu dienen. Jer 1:5 – HfA

Vor den Menschen brauchst du keine Angst zu haben, denn ich werde immer bei dir sein und dich retten. Das verspreche ich, der Herr.« Jer 1,8 – NLB

Denn ich habe die Welt so sehr geliebt, dass ich meinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Joh 3:16 – NLB

Ich sandte meinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch Ihn zu retten. Joh 3:17 – NLB

Wer an Ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht an Ihn glaubt, ist schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Joh 3:18 – NLB

Ich habe dich erlöst und berufen; nicht aufgrund deiner Taten, sondern weil ich schon lange, bevor es die Welt gab, entschieden hatte, dir durch Christus Jesus meine Gnade zu zeigen. 2Tim 1,9 – NLB

Und jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Apg 2,21 – NLB

Wer zum Glauben kommt und sich taufen lässt, wird gerettet. Wer nicht glaubt, den werde ich verurteilen. Mk 16,16 – GNB

Doch wer bis zum Ende durchhält, wird gerettet werden. Mt 24,13 – NLB

Ich führe dich den Weg zum Leben. In meiner Nähe findest du ungetrübte Freude; aus meiner Hand kommt dir ewiges Glück. Ps 16,11 – GNB

Denn die Kinder Gottes besiegen diese Welt; sie siegen durch den Glauben an Christus. 1. Johannes 5:4 – NLB

Und wer würde den Kampf gegen die Welt gewinnen, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? 1. Johannes 5:5 – NLB

Wer Ohren hat, soll hören, was mein Geist den Gemeinden sagt. Wer durchhält und den Sieg erringt, wird Brot vom Himmel essen, und ich werde ihm einen weißen Stein geben. Darauf steht ein neuer Name, den nur der kennt, der ihn erhält.« Offbarung 2:17 – HfA

Wer bereit ist zu hören, der höre auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer siegreich ist, dem wird der zweite Tod nichts anhaben können. Offenbarung 2:11 – NLB

Glücklich ist, wer die Bewährungsproben besteht und im Glauben festbleibt. Ich werde ihn mit dem Siegeskranz, dem ewigen Leben, krönen. Das habe ich allen versprochen, die mich lieben. Jakobus 1:12 – HfA

Schon jetzt liegt für dich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den ich, der Herr, der gerechte Richter, dir an jenem Tag geben werde, aber nicht nur dir, sondern allen, die mein Erscheinen ersehnen. 2. Timotheus 4:8 – Einheitsübersetzung

Ja, ich komme bald! Halte an dem fest, was du hast, damit dir niemand deinen Siegeskranz nimmt! Offenbarung 3:11 – NLB

Ich sehne mich nach dir.

In Liebe

Gott, dein Vater

 

Gott hat uns diesen Brief schon geschrieben,

Wir brauchen gar nicht darauf zu warten. Gut, er würde jetzt nicht als Brief durchgehen, sondern eher ein Päckchen werden. Aber die Bibel ist der Brief Gottes an uns. Und ist von der ersten bis zur letzten Seite gefüllt mit Zuversicht. Wenn ich mit diesem Hintergrund die Bibel lese, dann ich selbst eine Geschichte wie die von Hiob mit Zuversicht lesen, weil ich den großen Vorteil habe, dass alles schon passiert ist. Die Leute, die da mitten drinsteckten, wussten nicht, was passiert. Aber ich weiß, was passiert ist. Und aus jeder Geschichte, aus jeder Seite tropft mir Zuversicht entgegen. 

Und wenn du jetzt denkst, ja gut, dass ist aber wirklich ein sehr langer, dicker Brief, dann kann ich das gut verstehen. Aber ich möchte dir ein bisschen Mut machen und ein paar Ideen an die Hand geben, um trotzdem mal darin zu blättern und hängen zu bleiben.

Vielleicht hast du Lust, die Bibel von vorne bis hinten durchzulesen. Es gibt im Advent-Verlag ein Andachtsbuch, da wird zu jedem Tag ein Bibelabschnitt genannt. Wenn du das einhältst, kannst du vom 1. Januar bis zum 31.12. die Bibel komplett einmal durchlesen. Vielleicht ist das dein Weg.

Vielleicht hilft dir aber auch das Andachtsbuch, in dem du für jeden Tag eine kurze Andacht zu einem Bibelvers bekommst. Ich habe mir z. B. die Bibel-App runtergeladen. Da gibt es eine Erinnerung. Da kann man sich erinnern lassen an den Vers des Tages. Den kann man sich aufrufen und Markierungen setzen, farbig; man kann im Kontext lesen, im Zusammenhang. Vielleicht ist die Bibel-App etwas für dich.

Vielleicht hast du auch Lust, einfach nach Wörtern zu suchen z. B. Zuversicht. Dann geh doch mal auf bibelserver.de und gibt einfach „Zuversicht“ ein. Und dann guckst du mal, was er dir vorschlägt. Und dann kannst du sogar noch die Übersetzungen auswählen: Luther, Elberfelder, Hoffnung für Alle, Neues Leben, … Was dich gerade interessiert. Die kannst du alle nebeneinander aufklappen und dann guckst du mal, was es zum Thema Zuversicht gibt.

Oder aber du nimmst die Bibel, schlägst sie auf, nimmst deinen Finger, und … Oh, Psalm 137 „Klagelied der Gefangenen“ Okay gut, manchmal passt es, manchmal nicht. Aber vielleicht hast du einfach Lust, dich damit zu beschäftigen und auszuprobieren.

Und wenn da mal nichts für dich ist, ist das überhaupt nicht schlimm. Dann wähl etwas Anderes. Wichtig ist nur, dass du dich damit beschäftigst, dass du guckst, was steht hier drin, was möchte Gott mir sagen. Denn Gott hat auf jeden Fall Sehnsucht nach dir. Und Gott möchte auf jeden Fall die Ewigkeit mit dir verbringen. Und er wünscht sich nichts mehr, als dass du ihn kennenlernst, als dass du dein Leben mit ihm zusammen verbringen möchtest.

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